x-change Wärmepumpen

Heizen und kühlen mit einer Wärmepumpe

Heizen mit einer Wärmepumpe unterscheidet sich in Punkto Komfort und Behaglichkeit nicht von konventionellen Heizungssystemen, die auf Öl, Gas oder Holz als Energieträger setzen. Den einzigen Unterschied den Sie merken: Sie haben am Jahresende deutlich mehr Geld im Portemonnaie. Wärmepumpen sind nicht nur umweltfreundlich sondern auch sparsam bei den laufenden Kosten.

Mit einer Wärmepumpe entscheiden Sie sich für ein sparsames, nachhaltiges und zukunftsfähiges Heizsystem. Der Markt in diesem Bereich ist riesig und für den Laien nicht immer einfach zu durchschauen. Wir wollen im Folgenden etwas Licht ins Wärmepumpen–Dickicht bringen.

Wärmepumpe kompakt - das wichtigste in nur 5 Minuten

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe funktioniert im Prinzip wie ein Kühlschrank. Nur in die andere Richtung. Während der Kühlschrank seinem Inhalt Wärme entzieht und nach außen abgibt, entzieht die Wärmepumpe z.B. der Umgebungsluft, dem Boden oder dem Grundwasser Energie und gibt sie an das Heizsystem ab. Im Detail läuft das in 3 wesentlichen Schritten ab:

1.) Wärme gewinnen

Je nach Wärmepumpen–Art wird der Umgebungsluft, dem Boden oder dem Grundwasser Energie entzogen. Das passiert entweder durch einen Ventilator (Luft–Wärmepumpen), der Umgebungsluft ansaugt, oder im Fall von Sole–Wärmepumpen über Sonden oder Kollektoren, in denen die so genannte Sole zirkuliert und der Umgebung Wärme entzieht.

2.) Wärme verdichten

Die gewonnene Energie wird nun in der Wärmepumpe über einen Wärmetauscher auf einen zweiten, unabhängigen Kreislauf übertragen, in dem – wie beim Kühlschrank – ein umweltfreundliches Kältemittel zirkuliert. Durch die Erwärmung verdampft das Kältemittel. Durch verdichten in einem Kompressor steigt die Temperatur des Kältemittels deutlich an. Diese Wärme wird dem Kältemittel nun über einen weiteren Wärmetauscher wieder entzogen und an das Heizsystem übergeben. Das Kältemittel kondensiert und ist damit wieder zurück im Kreislauf.

3.) Wärme verteilen & speichern

Die Energie, die das Kältemittel über den zweiten Wärmetauscher an das (Zentral–)Heizungssystem abgibt wird dort in Form von erwärmtem Wasser an Heizkörper, Fußbodenheizung & Co. übertragen oder in einem Speichersystem wie z.B. einem Pufferspeicher oder Warmwasserspeicher zwischengespeichert.

Übrigens: Für Technikbegeisterte lohnt sich für weitere spannenden Informationen auch ein Blick in unser Handbuch zur Wärmepumpen–Technik.

Wärmequellen für eine Wärmepumpe

Boden / Erdreich

Die Erde als Wärmequelle. Klingt wahrscheinlich im ersten Moment seltsam. Ist aber auf den zweiten Blick um so logischer. Energie kann dem Boden auf zwei verschiedene Arten entnommen werden. Man unterscheidet Sonden und Kollektoren, die je nach Umgebung und Bodenbeschaffenheit zum Einsatz kommen.

Erdwärmesonden

Erdwärmesonden werden in ein Bohrloch eingebracht. Für ein normales Einfamilienhaus geht dieses Bohrloch etwa 100 Meter in die Tiefe. Ab einer Tiefe von 10 Metern bleibt die Bodentemperatur das ganze Jahr konstant. Ideale Vorraussetzungen also für eine Wärmepumpe. In der Wärmepumpe zirkuliert eine frostsichere Flüssigkeit, die so genannte Sole. Diese Sole entzieht dem Boden rund um die Sonde Energie und führt diese Energie in einem geschlossenen Kreislauf der Wärmepumpe zu.

Erdwärmekollektoren

Erdwärmekollektoren funktionieren ähnlich wie Erdwärmesonden, nur dass die Kollektoren nicht in die Tiefe sondern in der Fläche verlegt werden. In einer Tiefe von etwa 1,5 Metern werden Erdwäremkollektoren schlangenförmig verlegt. In diesen Rohren zirkuliert – genau wie bei der Erdwärmesonde – die Sole und entzieht dem Boden Energie, die dieser z.B. durch Sonneneinstrahlung oder auch durch Regenwasser aufgenommen hat.

Außenluft / Grundwasser

Neben dem Erdreich eignen sich auch die - überall verfügbare - Außenluft oder auch das Grundwasser als Energiequellen für eine Wärmepumpe.

Außenluft

Das Prinzip ist einfach: mit einer Luft–Wärmepumpe wird der Außenluft wird Energie entzogen. Das funktioniert sogar im Winter, wenn die Temperaturen unter 0° Grad liegen, so lange der Siedepunkt des verwendeten Kältemittels unter der Außentemperatur liegt (was in der Regel der Fall ist).

Dieses Prinzip machen sich z.B. die x-change Luft/Wasser Wärmepumpen von Kermi zu Nutze.

Grundwasser

Neben dem Erdboden kann eine Wärmepumpe auch Wärme aus dem Grundwasser entnehmen. Die durchschnittliche Temperatur des Grundwassers reicht auch an kalten Tagen für den Betrieb einer Wärmepumpe locker aus. Geeignet sind Grundwasser–Wärmepumpen immer dann, wenn das Grundwasser einfach zu erreichen ist und natürlich in entsprechender Menge vorhanden ist.

Welche Vorteile hat eine Wärmepumpe?

Geringer Platzbedarf

Öl– oder Gastank, Pellet– oder Hackschnitzelbunker – all das braucht viel Platz, der in Alt– und Neubauten ein kostbares Gut ist. Neben dem Platzbedarf spielt aber vielfach auch die Geruchsbelästigung die durch Öl & Co entsteht eine Rolle – den typischen Kellergeruch kennen wir wohl alle. Mit einer Wärmepumpe entfällt all das.

Heizen und kühlen mit einem Gerät

Wir haben es ja schon erwähnt: Eine Wärmepumpe funktioniert im Heizbetrieb vom Prinzip her wie ein Kühlschrank, nur umgekehrt. Das lässt sich im Sommer natürlich auch wieder umkehren, so kann die Wärmepumpe an heißen Tagen auch im Kühlbetrieb eingesetzt werden, z.B. in Verbindung mit einer x–net Flächenheizung– und kühlung.

Kaum Wartungskosten

Wärmepumpen sind sehr wartungsfreundlich und brauchen wenig Aufmerksamkeit. Aufgrund ihrer ausgereiften Technik sind Wärmepumpen wahre Langstreckenläufer und vielen anderen Heizsystem bei Haltbarkeit und Wartbarkeit weit voraus. Schleichenden Leistungsverlust gibt es bei Wärmepumpen nicht, egal ob erster Tag oder nach 25 Jahren: die Leistung einer Wärmepumpe ist immer die gleiche.

Keine Emissionen, kein Schornsteinfeger

Wo keine Emissionen sind, da braucht es auch keinen Schornstein. Und ohne Schornstein entfällt der alljährliche Besuch des Schornsteinfegers. Das ist nicht nur für die Umwelt eine saubere Sache – auch Ihr Geldbeutel wird sich freuen.

Wärmepumpe clever und bequem steuern

Die Technik, die in einer Wärmepumpe steckt lässt sich präzise steuern. Perfekte Vorraussetzungen für die intelligente Steuerung mit Smart–Home–Anwendungen und Apps. Das sorgt nicht nur für mehr Komfort sondern für zusätzliches Einsparpotential.

Komplett unabhängig mit Solarstrom

Wenn Sie Ihre Wärmepumpe mit selbst erzeugtem Strom (z.B. mit einer Photovoltaikanlage) betreiben und auf eine intelligente Steuerung setzen, sind Sie komplett unabhängig von Öl–, Gas–, Strom– und Holzpreisen und erzeugen Energie quasi fast zum Nulltarif.

Wann rechnet sich eine Wärmepumpe?

Die Antwort auf diese Frage ist eigentlich einfach: Immer. Fossile Brennstoffe wie Öl, Gas oder Kohle haben im privaten Haushalt keine Zukunft, auch im Hinblick auf den hohen CO2 Ausstoß. Mit einer Wärmepumpe investieren Sie in eine nachhaltige und zukunftsträchtige Form der Wärmeerzeugung, die sich auch in Ihrem Geldbeutel bemerkbar macht, neben geringen Wartungskosten profitieren Sie auch von einer attraktiven Förderung.

Förderung und Finanzierung

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Investitionen in Wärmepumpen im Rahmen verschiedener Förderprogramme. Dabei ist es unerheblich ob Sie neu Bauen oder eine alte Heizung sanieren wollen.

Wussten Sie schon: Eine Wärmepumpe benötigt zum erzeugen von vier Kilowattstunden Wärmeenergie lediglich ca. eine Kilowattstunde Strom. Stammt der Strom dann noch aus regenerativen Energiequellen ist das Energiesparduo perfekt.

Was soll ich bei der Auswahl einer Wärmepumpe beachten?

Letztendlich ist die Auswahl der passenden Wärmepumpen–Technologie von vielen verschiedenen Faktoren wie z.B. der Grundstücksgröße, den örtlichen Gegebenheiten, dem Standort und auch dem verfügbaren Budget abhängig.

Ist die Frage bezüglich der richtigen Technologie entschieden, geht es an die Auswahl des passenden Wärmepumpen–Modells für Ihr Vorhaben. Hier spielen Faktoren wie z.B. die Wohnfläche, die Art der Wärmeübertragung im Haus (z.B. Heizkörper / Flächenheizung) oder auch die Dämmung der Immobilie eine Rolle.

Im Detail lassen sich diese Fragen nur vor Ort von einem Experten beantworten. Wenn Sie noch auf der Suche nach einem erfahrenen Experten sind, finden Sie mit unserer Fachpartnersuche einen kompetenten Kermi–Fachpartner in Ihrer Nähe. Dieser steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite und beantwortet all Ihre Fragen rund um die Anschaffung und Installation einer Wärmepumpe sehr gerne.

Fachbegriffe rund um die Wärmepumpe einfach erklärt

bivalenter Betrieb

Es existiert ein zweiter Wärmeerzeuger, der entweder parallel (bivalent–parallel) oder alternativ (bivalent–alternativ) zur Wärmepumpe arbeitet.

Im bivalent–parallelen Betrieb laufen beide Erzeuger bei einer vordefinierten Außentemperatur parallel. Laufen die Wärmeerzeuger bivalent–alternativ wechseln sie sich im Betrieb ab.

monoenergetischer Betrieb

Bis zu einer vordefinierten Außentemperatur läuft die Wärmepumpe, liegt die Außentemperatur darunter springt ein elektrischer Einschraubheizkörper zu, der – wie die Wärmepumpe – mit Strom betrieben wird.

monovalenter Betrieb

Die Wärmepumpe ist der einzige Wärmeerzeuger im Gebäude.

Leistungszahl (COP)

Die Leistungszahl (kurz: COP für coefficient of performance) einer Wärmepumpe ist eine unter normierten Testbedingungen ermittelte Kenngröße für die Leistung einer Wärmepumpe. Der COP eignet sich für einen ersten Vergleich verschiedener Modelle und gibt Aufschluss über die Leistung und die verwendete Wärmequelle.

Die auf den ersten Blick etwas kryptisch aussehende Zahlen– und Buchstabenfolge lässt sich recht einfach entschlüsseln.

Die Buchstaben A, B und W stehen jeweils für die englischen Begriffe für Luft (air), Sole (brine) und Wasser (water). Angenommen der COP unserer Wärmepumpe wäre B2W35, dann würde das heißen, dass eine Sole–Wärmepumpe bei 2 Grad Solentemperatur unter Normalbedingungen 35 Grad warmes Wasser erzeugt.

Jahresarbeitszahl (JAZ)

Als Effizienzkennzahl stellt die Jahresarbeitszahl die erzeugte Energie mit der dafür aufgewendeten Energie gegenüber. D.h. je höher die Jahresarbeitszahl, desto effizienter die Wärmepumpe.

Je nach Wärmequelle liegt die Jahresarbeitszahl in der Regel zwischen 3,5 und ca. 4,5, d.h. dass aus einer Kilowattstunde Strom zwischen 3,5 und 4,5 Kilowattstunden Heizleistung werden.

Haben Sie noch Fragen zu den Wärmepumpen von Kermi?

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